Dachstein / Der Johann


Dachsteinwarte - Südwand - Klettersteig

 

Da wir mit unseren Raxfreunden in der Forstau Urlaub machten und der Wetterbericht für den nächsten Tag schönes Wetter versprach, haben wir beschlossen, den "Johann" zu gehen.

23. Juli 2002: nach dem Frühstück in der Hütte, die wir für unseren Urlaub gemietet haben, fuhren wir mit dem Auto zum Parkplatz der Dachsteinseilbahn.
In 45 min sind wir zur Dachstein-Südwand-Hütte gewandert und haben dort noch einige Erkundigungen über den Klettersteig eingeholt. Dann ging`s los.
1 1/2 Stunden haben wir für den Zustieg gebraucht. Auf unmarkiertem Weg, Steigspuren jedoch vorhanden ( da der Steig auch zur Dachstein-Südwand führt ), über eine ca. 100m hohe, gegliederte Wandstufe mit teilweise leichter Kletterei. Zwischendurch sind auch einige steile und sehr harte Schneefelder zu queren ( Steigeisen oder Grödeln mitnehmen ist empfehlenswert ). Einen Grashang empor und bei einer deutlichen Markierung nach links bis zu einer markanten Felsnadel. Einstieg, Beginn der Versicherung und Anseilplatz.
Dann der Einstieg selbst: meiner Meinung nach der schwierigste Teil vom Steig! Ein riesiger Überhang, nur mit 5-6 kräftigen Klimmzüge zu bewältigen, nach dem 3. Versuch, dieses mal ohne Rucksack, habe ich es endlich geschafft. Beide Rucksäcke aufgeseilt, dann Regina fest gesichert und ruck zuck stand sie auch schon neben mir. Der Rest vom Aufstieg war zwar sehr lang, aber auch ein Genuss! Zuerst eine große Rampe empor; ca. 700, aber sehr gut versichert, dann ein steiler Wandabbruch und anschließend einige Meter Gehgelände ( hier quert der Pfannl/Maischberger Weg ). Dann einige Wasserrillen hinauf zu einem markanten Felskopf, über einem Band folgt ein schwieriger Quergang und 15m höher ist man schon beim Adlerhorst ( Wandbuch, wo wir uns selbstverständlich eingetragen haben! ). Dann ging es weiter über eine endlos lange "Trittbolzenleiter" zum "Jausenplatz-Südwandblick". Kurze Rast.
Den Grat mit mehreren Steilaufschwüngen, einen riesigen Spreizschritt und einen kleinen Überhang hinauf und wir waren schon auf der Ausstiegsrampe. Nur noch einige Meter und wir standen vor der Dachsteinwarte.
Wir waren von 11h bis 15h am Steig unterwegs und das nun folgende Bier habe ich mir ehrlich verdient ( das Schnäpschen auch! ). In 30 min zur Dachsteinseilbahn, Abfahrt in`s Tal und zurück zu unseren Bergfreunden.

Fotos zu diesem Bericht siehe hier.



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